Fiktives Beispiel · zwölf Monate · alle Preise netto
Diese Summe sieht richtig aus. Ist sie es?
Die Vorgabe: Büro und Treppenhaus werden zwölf Monate gereinigt, die Fenster nur zweimal. Für die Sonderleistung fehlt noch ein Preis.
| Position | Menge | Einzelpreis | Zeilensumme |
|---|---|---|---|
| Büroreinigung | 12 Monate | 800,00 € | 9.600,00 € |
| Glasreinigung | 12 Termine | 450,00 € | 5.400,00 € |
| Sonderleistung | 1 Leistung | Offen | Noch offen |
| Treppenhaus | 12 Monate | 50,00 € | 600,00 € |
- Falsche Häufigkeit. Glas wurde mit zwölf statt zwei Terminen gerechnet. Richtig sind 900 € statt 5.400 €.
- Eine Zeile fehlt in der Summe. Das Treppenhaus muss mit 600 € enthalten sein.
- Ein offener Preis bleibt offen. Die Sonderleistung darf nicht unbemerkt als null behandelt werden.
Gegenrechnung: (800 € + 50 €) × 12 + 450 € × 2 = 11.100 € netto. Dazu kommt der noch zu klärende Preis der Sonderleistung.
Die drei Fragen für Ihr eigenes Preisblatt: Stimmt die Häufigkeit? Sind alle Positionen enthalten? Ist jeder geforderte Preis geklärt?
Auflösung: Glas nur zweimal = 900 €. Treppenhaus = 600 € in die Summe aufnehmen. Sonderleistung bleibt offen. Bekannte Teilsumme: 11.100 € netto, noch kein vollständiger Angebotspreis.
Was bedeutet das für Ihr Angebot?
Eine funktionierende Formel bestätigt noch keinen richtigen Angebotspreis. Prüfen Sie Menge und Zeitraum gegen die Originalunterlagen, rechnen Sie wichtige Positionen separat nach und lassen Sie offene Preise sichtbar offen. Für die Geschäftsführung kommt eine weitere Frage dazu: Deckt der Preis Ihre tatsächlich kalkulierten Kosten?
Vor der Abgabe: die kurze Abschlusskontrolle
- Richtige Datei: Aktuelle Originalversion und erlaubtes Abgabeformat verwenden.
- Gleiche Grundlage: Leistung, Menge, Einheit und Zeitraum abgleichen.
- Keine Lücken: Leere Preisfelder klären. Null nur bewusst und entsprechend den Vorgaben eintragen.
- Vollständige Formeln: Summenbereiche, Zellbezüge und als Text gespeicherte Zahlen prüfen. Vorgegebene Formeln nicht stillschweigend ändern.
- Eigene Gegenrechnung: Wesentliche Positionen aus Menge und Einzelpreis nachrechnen – auf gleicher Netto-/Brutto- und Zeitbasis.
- Neu berechnen: Berechnungsmodus in der vorgesehenen Excel-Version prüfen; Makros und externe Inhalte nicht ungeprüft aktivieren.
- Enddatei öffnen: Speichern, schließen und genau die Abgabedatei erneut kontrollieren. Intern klären, wer sie freigibt.
„Genauigkeit wie angezeigt“ ist keine pauschale Rundungsreparatur: Diese Excel-Einstellung kann gespeicherte Werte dauerhaft verändern. Die konkrete Abgabe im Vergabeportal bleibt ein eigener Prüfschritt.
Quellen und Einordnung
Die Microsoft-Dokumentation erklärt Formelprüfung, Berechnungsmodus und Genauigkeit. Eine fehlende Excel-Warnung belegt keine fachlich richtige Kalkulation.
Beispiel und Prüfstruktur stammen von MerKalku. Es wird keine hochgeladene Datei geprüft; die Zahlen sind erfunden. Maßgeblich bleiben Ihre Verfahrensunterlagen und Ihre betriebliche Kalkulation. Quellen geprüft am 03.10.2026.
Von der Ausschreibung zur Kalkulation.
Sehen Sie im Praxischeck, wie MerKalku Sie bei Ihrer Angebotsarbeit unterstützt.
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